LEITLINIEN DER REANIMATIONSVERSORGUNG DER AHA
AHA Guidelines 2025: Änderungen für CPR, ACLS, PALS und Notfallversorgung
Stand: 22. Oktober 2025
Die AHA veröffentlicht periodische Leitlinien und zwischengeschaltete Focused Updates auf Basis des kontinuierlichen ILCOR-Evidenzprozesses (seit 2015). Die 2025-Guidelines sind die aktuelle, umfassende Revision inklusive Ethik-Kapitel, Bildung & Systems of Care
Zusammengefasst für Klinik, Präklinik & Ausbildung – mit Download (deutsch)
Was bedeuten die AHA Guidelines 2025 für ACLS, PALS und Notfalltraining?
Die AHA Guidelines 2025 sind mehr als ein theoretisches Update. Sie betreffen konkrete Entscheidungen in der Patientenversorgung: hochwertige CPR, frühe Defibrillation, Atemwegsmanagement, Gefäßzugang, Post-ROSC-Versorgung, pädiatrische Notfälle und strukturierte Teamarbeit.
Wer regelmäßig in Notfallversorgung, Klinik, Rettungsdienst, Anästhesie, Intensivmedizin, Notaufnahme oder Praxis arbeitet, sollte die Änderungen nicht nur lesen, sondern praktisch trainieren.
Wer die AHA Guidelines 2025 nicht nur lesen, sondern praktisch anwenden möchte,
findet bei uns passende Kursformate in Soest:
Die 10 wichtigsten Änderungen der AHA Guidelines 2025


Einheitliche Chain of Survival
Fremdkörperaspiration
Bei Erwachsenen und Kindern werden fünf Rückenschläge im Wechsel mit fünf abdominalen Kompressionen beschrieben. Bei Säuglingen werden fünf Rückenschläge im Wechsel mit fünf Thoraxkompressionen eingesetzt.
Thoraxkompressionen bei Säuglingen
Bei Säuglingen werden der Handballen oder der Zwei-Daumen-Griff empfohlen. Die Zwei-Finger-Technik entfällt.
Naloxon und öffentlicher Zugang
Die Guidelines betonen den breiteren Zugang zu Naloxon für Laien und Ersthelfende. Hintergrund ist die Relevanz opioidassoziierter Notfälle.
Temperaturkontrolle nach ROSC
Bei erwachsenen Patientinnen und Patienten, die nach ROSC nicht auf verbale Ansprache reagieren, wird eine Temperaturkontrolle über mindestens 36 Stunden empfohlen.
Refraktäres Kammerflimmern
Für Vector-Change-Defibrillation und Doppelsequenz-Defibrillation ist der Nutzen in den Guidelines nicht ausreichend belegt. Diese Verfahren sind deshalb nicht als Routineempfehlung zu verstehen.
Head-Up-CPR
Head-Up-CPR sollte außerhalb klinischer Studien nicht routinemäßig eingesetzt werden. Im Vordergrund bleiben hochwertige Thoraxkompressionen, minimale Unterbrechungen und frühe Defibrillation.
Gefäßzugang im Erwachsenen-Arrest
Bei erwachsenen Patientinnen und Patienten im Herz-Kreislauf-Stillstand wird initial ein intravenöser Zugang bevorzugt, sofern dies ohne relevante Verzögerung möglich ist. Gelingt der IV-Zugang nicht oder verzögert er die Versorgung, bleibt der intraossäre Zugang eine wichtige Alternative.
Abbruchregeln und etCO₂
Entscheidungen zum Abbruch von Reanimationsmaßnahmen sollen sich an etablierten BLS-, ALS- und UTOR-Regeln orientieren. Das endtidale CO₂ sollte dabei nicht als alleiniges Abbruchkriterium verwendet werden.
Ausbildung, Teamtraining und Debriefing
Kognitive Hilfen für Fachpersonal werden stärker empfohlen. Außerdem werden Debriefings, Feedback-Systeme und Rapid Cycle Deliberate Practice als wichtige Elemente der Aus- und Fortbildung betont.
Nähere Informationen finden Sie auf der offiziellen AHA Homepage der Guidelineupdates.
Kernbereiche der AHA Guidelines 2025
Die AHA Guidelines 2025 beschreiben nicht nur einzelne Maßnahmen, sondern die gesamte Versorgungskette rund um Reanimation und kardiovaskuläre Notfälle. Für die Praxis sind besonders diese Bereiche relevant:
Basismaßnahmen und hochwertige CPR
Im Mittelpunkt stehen weiterhin frühzeitiges Erkennen, Notruf, hochwertige Thoraxkompressionen, Beatmung, AED-Einsatz und möglichst kurze Unterbrechungen der CPR.
Erweiterte Maßnahmen bei Erwachsenen
Für die Erwachsenenversorgung sind Rhythmusanalyse, Defibrillation, Medikamentengabe, Gefäßzugang, reversible Ursachen und die strukturierte Versorgung nach ROSC zentrale Themen. Diese Inhalte sind besonders relevant für ACLS.
Pädiatrische Notfälle
Bei Kindern stehen Atemweg, Atmung, Kreislauf, Schock, respiratorische Notfälle und pädiatrische Reanimation im Vordergrund. Diese Inhalte bilden die Grundlage für PALS.
Versorgung nach ROSC
Nach Wiedererlangen eines Kreislaufs geht es um strukturierte Stabilisierung, Temperaturkontrolle, Ursachenklärung, neurologische Einschätzung und Übergabe in die weiterführende Versorgung.
Teamarbeit, Kommunikation und Training
Die Guidelines betonen die Bedeutung klarer Rollen, kognitiver Hilfen, Feedback, Debriefing und wiederholtem Training. Genau hier entscheidet sich, ob Leitlinien im Alltag sicher umgesetzt werden.
Was heißt das für unsere AHA-Kurse bei MES?
Die AHA Guidelines 2025 sind die fachliche Grundlage. Entscheidend ist aber, wie sicher diese Empfehlungen in der Versorgung umgesetzt werden.
In unseren ACLS- und PALS-Kursen beim Medical Education Service in Soest geht es deshalb nicht nur um Algorithmen. Wir trainieren die praktische Anwendung: hochwertige CPR, frühe Defibrillation, klare Rollenverteilung, strukturierte Kommunikation, sichere Übergaben und Entscheidungen unter Zeitdruck.
Im ACLS Provider Kurs stehen Erwachsenenreanimation, Rhythmusdiagnostik, Defibrillation, Medikamente, Gefäßzugang und Post-ROSC-Versorgung im Mittelpunkt.
Im PALS Provider Kurs geht es um kritisch kranke Kinder, respiratorische Notfälle, Schock, pädiatrische Reanimation, Atemweg und Teamarbeit im Kindernotfall.
Basismaßnahmen bleiben dabei die Grundlage, der Schwerpunkt dieser Seite liegt jedoch auf der erweiterten Versorgung in ACLS und PALS.
Ziel ist nicht nur ein Zertifikat. Ziel ist mehr Sicherheit in der realen Patientenversorgung.
Häufige Fragen zu den AHA Guidelines 2025
Sind die AHA Guidelines bereits gültig?
Ja. Die AHA Guidelines 2025 wurden im Oktober 2025 veröffentlicht und bilden die aktuelle Grundlage der CPR- und ECC-Empfehlungen. Die Umsetzung in Kursmaterialien und Trainings erfolgt nach den Vorgaben der American Heart Association.
Muss ich wegen der neuen Guidelines sofort einen neuen ACLS- oder PALS-Kurs machen?
Nicht automatisch. Entscheidend ist, wann Ihre aktuelle Provider-eCard abläuft und ob Sie Ihr Wissen praktisch auffrischen möchten. Wer regelmäßig in Notfallversorgung, Reanimation oder Akutmedizin arbeitet, profitiert von einer strukturierten Auffrischung.
Was ist für ACLS besonders relevant?
Für ACLS sind vor allem hochwertige CPR, frühe Defibrillation, Rhythmusdiagnostik, Gefäßzugang, Medikamentengabe, Post-ROSC-Versorgung und Teamkommunikation relevant.
Was ist für PALS besonders relevant?
Für PALS stehen respiratorische Notfälle, Schock, pädiatrische Reanimation, Atemweg, Teamarbeit und die strukturierte Versorgung kritisch kranker Kinder im Vordergrund.
Reichen die offiziellen Algorithmen zum Lernen aus?
Die Algorithmen sind eine wichtige Grundlage. Für die sichere Anwendung in der Versorgung braucht es aber praktisches Training, klare Rollen, Kommunikation, Simulation und Debriefing.
Wo kann ich die Inhalte praktisch trainieren?
Beim Medical Education Service in Soest können die Inhalte der AHA Guidelines praxisnah in ACLS- und PALS-Kursen trainiert werden. Im Mittelpunkt stehen Simulation, Teamkommunikation, strukturierte Algorithmen, Debriefing und die sichere Umsetzung in realistischen Notfallszenarien.
